
Wenn der Comic auf die Realität trifft Habt ihr die Abenteuer der Klasse mit Marc in „Ausflug in die Antarktis“ verfolgt? Entdeckt jetzt die echten Vorbilder, die das Buch inspiriert haben! Der Autor, Guillaume de Rémacle, hat sich diese Geschichte nicht nur ausgedacht: Er hat sie erlebt. Als Expeditionsleiter verbrachte er Monate umgeben von Tausenden von Pinguinen, insbesondere in Port Lockroy. Für ihn bleibt das Leben im Rhythmus dieser Kolonie eine seiner schönsten Erinnerungen. In dieser Galerie teilt Guillaume seine persönlichen Archive mit euch. Von der Balz bis hin zu Rutschpartien auf dem Packeis – beobachtet diese faszinierenden Bewohner, die den Eiskontinent so lebendig machen.
Die drei Pinguinarten – Eselspinguin, Zügelpinguin und Adeliepinguin – gehören alle zur Gattung der Pygoscelis (auf Englisch: „Brush-tailed penguins“, also Bürstenschwanzpinguine). Alle drei haben einen langen Schwanz, der ihnen an Land hilft, das Gleichgewicht zu halten. Und alle drei bauen Nester aus Steinen. Wenn sie watscheln, fegt ihr Schwanz den Boden von links nach rechts – fast wie ein Besen!
Kleine Stein-Diebe Um ihre Nester zu bauen, benutzen Pinguine kleine Kieselsteine. Aber Vorsicht, sie sind echte Gauner: Sobald der Nachbar wegschaut, stehlen sie die schönsten Steine aus dessen Nest! Das führt in der Kolonie oft zu lautstarken Streitereien. Ein seltener



Anblick Rechts seht ihr ein gemütliches Nest (wahrscheinlich mit ein paar vom Nachbarn gestohlenen Steinen gebaut... pssst!). Und schaut genau hin – das ist ein extrem seltenes Foto: Man sieht den Schnabel des Kükens, das noch im Ei steckt!

Der Zügelpinguin (Chinstrap) Man kann ihn unmöglich verwechseln: Es sieht aus, als würde er einen Soldatenhelm tragen! Die feine schwarze Linie unter seinem Kinn (der berühmte „Zügel“) verleiht ihm ein sehr ernstes Aussehen.
Der König des Power-Nappings Das ist eine ganz neue und unglaubliche wissenschaftliche Entdeckung: Der Zügelpinguin ist der König des Sekundenschlafs. Er schläft nie lange am Stück. Statt einer echten Nachtruhe macht er tausende Mikro-Nickerchen von nur 4 Sekunden! Er kann über 10.000 Mal am Tag einschlafen und aufwachen. Das ist seine Technik, um sein Nest und seine Eier rund um die Uhr zu bewachen, ohne jemals unaufmerksam zu sein.




Ein schlechter Haarschnitt? Nicht lachen! Dieser Pinguin steckt mitten in der Mauser. Einmal im Jahr verliert er alle seine alten Federn gleichzeitig, damit neue nachwachsen können. Das Ergebnis? Er sieht aus wie ein altes Kopfkissen, das explodiert ist! Versprochen: In ein paar Wochen ist er wieder wunderschön und glatt.
Der Adeliepinguin ist besonders elegant. Mit seinem schwarzen Rücken und dem weißen Bauch sieht es aus, als würde er einen Smoking für einen Gala-Abend tragen. Aber sein wahres Schönheitsgeheimnis ist der kleine weiße Ring um seine Augen. Man könnte meinen, sein Make-up sei misslungen oder er trage permanent eine Skibrille!

Ego Lass dich von seiner Größe (70 cm) nicht täuschen: Der Adeliepinguin hat vor NICHTS Angst. Er ist ein echter Hitzkopf. Er ist dafür bekannt, alles anzugreifen, was ihn stört, selbst wenn es zehnmal größer ist als er selbst (wie Robben oder... Menschen!). Er knurrt, schlägt mit den Flossen und stürzt sich ins Getümmel. Er ist quasi der Chihuahua des Packeises.




Nein, dieser Eselspinguin spielt nicht Verstecken – er „trinkt“ einfach nur den Schnee!


Die Pinguin-Autobahnen Rechts im Bild: Pinguine sind Extrem-Wanderer. Sie laufen kilometerweit im Gänsemarsch über das Eis, um zum Meer zu gelangen. Da sie immer genau an derselben Stelle hintereinander herlaufen, graben sie regelrechte „Autobahnen“ in den Schnee. Man nennt das „Penguin Highways“.

Aber es gibt nicht nur Pinguine zu entdecken ...
Seeleoparden



Wer ist wer? So könnt ihr auf einen Blick den Unterschied zwischen einem Seeleoparden und einer Weddellrobbe erkennen: Wenn es wie eine große, kuschelige Katze mit Sternen aussieht, ist es eine Weddellrobbe. Wenn es wie eine gepunktete Schlange mit einem seltsamen Lächeln aussieht, ist es ein Seeleopard!



Schlafen und Verdauen Wenn man in der Antarktis lebt, gibt es zwei Hauptbeschäftigungen: schwimmen, um zu jagen, und... schlafen, um zu verdauen! Auf dem Eis machen sich die Robben so flach wie möglich. Es sieht fast so aus, als würden sie an einem Wettbewerb teilnehmen, wer einen Pfannkuchen oder einen Felsen am besten nachahmen kann. Das ist ihre Art, ihre Batterien wieder aufzuladen. Fragst du dich, wie sie es schaffen, am Bauch nicht zu frieren, wenn sie direkt auf dem Eis schlafen? Das liegt an ihrer „eingebauten Super-Bettdecke“! Sie haben eine sehr dicke Fettschicht unter der Haut (den sogenannten Blubber), die sie komplett vor der Kälte isoliert. Sie haben es dort genauso gemütlich wie du unter deiner Daunendecke.


🔹 Eine Marathon-Schwangerschaft: Sie hat das Kleine 15 bis 18 Monate lang ausgetragen – das ist eine der längsten Tragzeiten im gesamten Tierreich.
🔹 Schlaflose Nächte: Im ersten Lebensmonat des Babys schlafen weder das Kalb noch die Mutter wirklich. Sie schwimmen ununterbrochen, damit das Kleine nicht untergeht und lernt, an der Oberfläche zu atmen.
🔹 „Nesthocker“ der Meere: Manchmal geht die Mutter sogar noch für ihre Söhne auf die Jagd, selbst wenn diese schon riesige, ausgewachsene Bullen sind!
Hut ab vor allen Orca-Mamas! 🙌
Die fantastischen Landschaften der Antarktis

Ein riesiger Süßwasserspeicher Die Antarktis ist riesig (größer als Europa!) und von einer kilometerdicken Eisschicht bedeckt. Sie ist der größte Süßwasserspeicher unseres Planeten. Die Superkraft des weißen Kontinents Dieser Kontinent hat eine echte Superkraft: Er wirkt wie eine riesige Klimaanlage für die ganze Erde! Seine weiße Farbe reflektiert die Sonnenstrahlen wie ein Spiegel. Das nennt man Albedo-Effekt, und er hilft dabei, unseren Planeten kühl zu halten. Heute beginnt diese Klimaanlage wegen der Erderwärmung kaputtzugehen: Das Eis schmilzt immer schneller. Diese Eislandschaften zu schützen, ist lebenswichtig für die Pinguine, aber es ist auch lebenswichtig für uns – selbst wenn wir sehr weit weg leben!
Um noch einen Schritt weiter zu gehen, empfiehlt Guillaume: